Ju­gend­feu­er­wehr or­ga­ni­siert das Os­ter­feu­er

Montag, 10. April 2023

Nach mehr­wö­chi­ger Vor­be­rei­tung brann­te in Reichs­hof-Hei­scheid am Wo­chen­en­de ei­nes der größ­ten Os­ter­feu­er in Ober­berg.

„Ich bin schon ganz auf­ge­regt“, sagt die elf­jäh­ri­ge Emi­ly Bor­kow­ski am Vor­mit­tag des Os­ter­sams­tags auf dem Hei­schei­der Berg ne­ben dem Hun­de­platz. Nach ei­nem ge­mein­sa­men Früh­stück im Ge­rä­te­haus in Reichs­hof-Brü­cher­müh­le mit ih­ren 20 Ka­me­ra­den war­tet die jun­ge Ju­gend­feu­er­wehr­frau auf das Auf­schich­ten ih­res in­zwi­schen schon zwei­ten, von der Ju­gend­feu­er­wehr or­ga­ni­sier­ten Os­ter­feu­ers.

In den ver­gan­ge­nen fünf Wo­chen hat die Ju­gend­feu­er­wehr auf meh­re­re Grup­pen ver­teilt das Holz für das Brauch­tums­feu­er zu­sam­men­ge­holt. „Es war ganz schön an­stren­gend, das al­les auf den Hän­ger zu wer­fen“, er­zählt Emi­ly. „Ein­mal war ich auch oben auf dem Kip­per – das hat rich­tig Spaß ge­macht.“ Am Abend sei sie für den Ge­trän­ke­ver­kauf ein­ge­teilt.

Die Vor­be­rei­tun­gen be­gan­nen be­reits im Ja­nu­ar
Ju­gend­feu­er­wehr­wart Tho­mas Dick be­rich­tet, dass die Vor­be­rei­tun­gen schon im Ja­nu­ar be­gon­nen hät­ten. Da sei die Ab­spra­che mit Lang­holz­trans­port­un­ter­neh­men Rein­hard We­us­te aus Berg­neu­stadt-Pern­ze er­folgt, der schon seit rund 15 Jah­ren mit sei­nem Te­le­s­kop­kran­g­rei­fer un­ent­gelt­lich das Auf­schich­ten des Os­ter­feu­ers über­nimmt. Zum an­de­ren habe der Druck der Ein­la­dungs­pla­ka­te und der von der Ju­gend­feu­er­wehr im Brand­be­zirk ver­teil­ten Hand­fly­er er­fol­gen müs­sen, mit de­nen um Holz­spen­den ge­be­ten wur­de.

Dick schil­dert, dass die 21 Kin­der und Ju­gend­li­chen seit An­fang März an den Wo­chen­en­den mehr als 50 Fuh­ren mit drei Tre­ckern in Hand­ar­beit auf­ge­la­den hät­ten, die an­schlie­ßend auf der von Schmutz­saug­mat­ten Wirths zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Wie­se ver­teilt wur­den. Ge­gen Mit­tag trifft der Last­wa­gen mit dem Te­le­s­kop­grei­fer ein und be­ginnt das Holz auf­zu­schich­ten, was ihm meh­re­re Trak­to­ren zu­füh­ren. Am Ende ist ein Holz­hau­fen von etwa 15 Me­tern Durch­mes­ser und gut sechs Me­tern Höhe ent­stan­den.

„Wir sind stolz dar­auf, re­gel­mä­ßig ei­nes der größ­ten Os­ter­feu­er im Kreis zu ha­ben“, freut sich der Lei­ter der Ju­gend­feu­er­wehr zu­sam­men mit den an­de­ren fünf Be­treu­ern und den Nach­wuchs­kräf­ten. Er be­tont, dass die Haupt­ar­beit von den Ju­gend­li­chen ge­leis­tet wer­de, die Er­wach­se­nen wür­den nur un­ter­stüt­zend hel­fen. Für den Abend lie­gen meh­re­re hun­dert Grill­würst­chen und Holz­fäl­ler­steaks be­reit, dazu gut 20 Kilo Cham­pi­gnons: „Die wer­den im­mer be­lieb­ter und wir brau­chen je­des Jahr fünf Kilo mehr.“

Vor dem An­zün­den des Holz­sta­pels ha­ben die Ju­gend­be­treu­er noch eine Über­ra­schung für ihre Schütz­lin­ge: Sie ver­ste­cken rund 300 Os­ter­ei­er auf der Wie­se, die aber auch von den Dorf­kin­dern be­geis­tert ge­sucht wer­den. In­zwi­schen ha­ben sich hun­der­te Gäs­te rund um das Feu­er ver­sam­melt und fei­ern ge­mein­sam in die Os­ter­nacht. Dick ist froh, dass et­was Wind auf­kommt, der die Flam­men in das vom Vor­tag noch feuch­te Holz treibt und das Feu­er hoch auf­lo­dern lässt.

Weitere aktuelle Beiträge:

Neu­es­te Bei­trä­ge